Plovdiv und Rila

Bereiste Länder:   Bulgarien

Gefahrene km:      7306

Stürze/Umfaller:   

Schäden/Pannen:

Auf nach Plovdiv war das Etappenziel für Heute. 192 km sind ne schöne Tagestour bei der man auch noch etwas vom Tag hat wenn man ankommt. Einen Campingplatz hat mir Christian empfohlen, etwas für Leute mit nicht so hohen Ansprüchen, also wie für mich gemacht und der Preis von gerade mal 2,50 für pro Nacht lässt selbst mich nicht lange überlegen.

Zugegeben, seine besten Tage hatte dieser Campingplatz wohl als noch tiefster Kommunismus in Bulgarien herrschte und seit dem ist da wohl auch nichts mehr investiert worden aber für mich reicht es. Das Zelt war schnell aufgestellt und ich machte mich auf um die legendäre Altstadt von Plovdiv zu erkunden. Wer einen genauen geschichtlichen Hintergrund wissen will der soll bei Wikipedia nachschauen, da steht alles genau drin, das muss ich hier nicht reinkopieren! Mich hat allerdings das ganze Flair dieser Altstadt so gefesselt das ich glatt über 7 Stunden da zugebracht habe, das ist Rekordverdächtig!

Ich war sogar so gut gelaunt das ich mir das allererste mal seit ich auf meiner Tour bin ein Essen in einem Biergarten gegönnt habe und obendrein noch ein Bierchen.

Mein erstes Essen im Biergarten nach genau 4 Wochen auf Reisen

Was genau das war kann ich nicht sagen, ich habe nur Verstanden das es etwas mit Hünern und Eiern zu tun hat, naja, wie mein Frühstücksei sieht das allerdings nicht aus, da wird die Wahl doch ziemlich eng. Geschmeckt hat es sehr gut, lag allerdings wirklich schwer im Magen. Entweder weil ich es nicht mehr gewohnt bin überhaupt etwas warmes zu essen oder lag das am Gericht selber. Später am Abend habe ich dann noch den guten selbstgebrannten aus Rumänien hervorgekramt und damit ein wenig den Magen beruhigt.  Ich gönnte mir einen ganzen Abend lang diese wunderschöne Altstadt bei bestem Wetter, Wasser und einem Kaffee in einer der Unzähligen Bars die einfach überall hier zu finden sind.

Ich kann nur sagen, Plovdiv ist definitiv einen Besuch Wert.

Plovdiv (3)

Ich hatte am Anfang noch ernsthaft überlegt ob ich noch einen Tag bleiben soll und am Morgen war ich mir auch nicht ganz sicher aber nach dem Einkauf und zwei Kaffee stand mein Entschluss fest, ich ziehe weiter! Warum? Keine Ahnung, es zieht mich einfach weiter und ich will jeden Tag etwas neues kennen lernen. Hin und wieder mal einen Tag Pause, der wird allerdings dann meist zur Pflege und Wartung von Ausrüstung und Maschine genutzt und wenn nötig um irgendwelche Reperaturen durchzuführen aber sonst habe ich inzwischen keine Lust irgendwo länger zu bleiben auch wenn das ganze wirklich unschlagbar günstig ist, ich packe zusammen und fahre weiter.

Zuerst wollte ich den kurzen Weg nach Griechenland nehmen aber in dem Moment als ich aufbrechen wollte kamen gerade zwei Camper aus Deutschland und wir unterhielten uns ein wenig.  Zum dritten mal wurde mir jetzt das Rila Kloster empfohlen, muss also wirklich was dran sein und ich habe etwa 125 km Zeit um mir zu Überlegen ob ich nicht doch noch nach rechts abbiege und mir das ganze anschaue. Ein Glas selbstgemachte Marmelade das ich bei dieser netten Dame erstanden habe wird ab sofort mein Frühstück bereichern und als ich kurz darauf an der Kreuzung stand sagte ich mir einfach Sch… drauf, ich habe doch Zeit, wieso denn eigentlich nicht? Also nach rechts in`s Rila Gebirge und dort auf den Campingplatz nahe beim Kloster.

Verkaufstand am Straßenrand

Von dieser netten Dame habe ich ein Glas sehr leckere selbstgemachte Marmelade erstanden!

Das Kloster mitten in den Bergen war wirklich den kurzen Abstecher wert. Wirklich beeindruckend was da erschaffen wurde und wenn man die Geschichte des Johannes von Rila einmal kurz nachliest ( er lebte zuerst viele Jahre alleine in einer Höhle etwa 5 km entfernt vom Kloster) dann war ich jedenfalls mal schwer beeindruckt und ne schöne Landschaft gab es Obendrauf!

Am nächsten Tag ist mir dann noch eine kleine Sammlung alter Fahrzeuge aufgefallen die ich hier auch unbedingt mal zeigen wollte, Da stand wirklich alles mögliche herum was mal ein fahrbarer Untersatz war und das mitten im Rilagebirge einfach so am Wegesrand!

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