Bereiste Länder:   Türkei

Gefahrene km:  8290

Stürze/Umfaller:

Schäden/Pannen:

Da bin ich also, Ankunft in der Türkei am 05.09.2014 um 15:30 Uhr.

Es hat zwar etwas länger gedauert als bei den Grenzübertritten bisher aber es lief dennoch völlig Problemlos auch wenn ich nur mit dem Personalausweis eingereist bin. Die ersten Kilometer in der Türkei, eigentlich nichts besonderes wenn  da nicht schon wieder dicke schwarze Wolken am Himmel zu sehen wären!

Ich habe es gerad geschafft alles wieder trocken zu bekommen und dann werde ich in der Türkei gleich mal wieder mit einem Regenguss begrüßt? Unglaublich aber wahr, nach etwa 30 Kilometer die ersten Regentropfen! Gleich raus und bei einer Tankstelle unterstellen, dabei habe ich auch gleich mal die Spritpreise ausgekundschaftet und mir ist fast die Luft weggeblieben, 1,80 pro Liter, das wird ein teures Vergnügen dieses Land zu bereisen! Wieder alles wasserdicht Verpacken, Regensachen rausholen Augen zu und durch! Über die Berge bis nach Tekirdag sollte es heute noch gehen. Irgendwie hat mich der Regen heute geschafft, ich habe mich zwar nach Campingplätzen umgeschaut aber keinen gesehen, zum wild Campen habe ich auf die schnelle nichts geeignetes erkennen können und ich hatte einfach gesagt die Nase einmal gestrichen voll und so habe ich beschlossen das ich mir zum allerersten mal seit beginn der Reise ein Hotelzimmer leiste! Gleich eines der ersten (die Teuren habe ich doch ausgelassen) in Tekirdag habe ich angefahren und mich für 25 Euro einquartiert! Ein wirklich stolzer Preis für dieses Zimmerchen! Nachts wurde ich zum Beispiel von einem lauten Knall geweckt, ein Teil des Waschbeckens war abgebrochen ist auf dem Boden gekracht! Gott sei dank wurde mir das nicht berechnet! Es war wenigstens trocken und ich habe die Chance auch gleich genutzt und mal wieder Wäsche gewaschen, wenn einem schon mal eine Badewanne zur Verfügung steht dann muss sie auch nutzen! Ist selten genug, eigentlich auch das erste mal seit ich unterwegs bin! Danach habe ich mir das Städtchen am Meer ein wenig angeschaut, natürlich ohne Fotoapparat, der war wasserdicht im Topcase verstaut und was soll ich sagen, kaum übernachte ich mal in einem Hotel regnet es natürlich nicht sondern es wird ein wunderbar warmer Spätsommerabend! Zum verzweifeln das ganze. Also schnappe ich mir 3 Bier, die sind hier gar nicht so leicht zu finden, und an der Kasse bekomme ich den nächsten Schock, die 3 Bierchen kosten mich glatt 7 Euro, da wird sich der Verbrauch in Zukunft wohl sehr Minimieren.  Den Rest des Abends habe ich dann mit Kartenstudium und Webseitenbeitrag zugebracht, Ihr wollt ja immer was zu lesen haben! Wenigstens gab es in dem Hotel ein anständiges Frühstück, das habe ich mal ausgiebig genossen und mich danach wieder auf den Weg gemacht. Das beste, kaum bin ich aus der Stadt raus kommen direkt hintereinander 4 Campingplätze direkt am Meer und bestimmt 10 Stellen wo ich mich einfach so hätte Hinstellen können. Ach ja, wenn der Regen nicht gewesen wäre dann…. , so ist es eben manchmal. Heute geht es wieder zurück an die Schwarzmeerküste, nach Kylios, da soll ein ganz guter Campingplatz sein, naja, der Preis der da Verlangt wird ist schon mal ganz schön saftig, da bin ich aus Bulgarien etwas anderes gewohnt! Das gute hier in der Türkei, alles ist Verhandlungssache und so konnte ich wenigstens 5 Euro billiger mein Zelt aufschlagen als er zuerst haben wollte, 14 Euro sind aber auch unangemessen für ein kleines Zelt! Auf dem Weg nach dahin musste ich schon mal durch die Vorstädte von Istambul fahren, wobei von fahren da eigentlich nicht die Rede sein kann, das war mehr ein rumstehen und sich an den Autos auf der ganz rechten Spur vorbeiquetschen! Dabei immer in den Spiegel schauen, die fahren hier mit dem Messer zwischen den Zähnen! Wahnsinnig anstrengend das ganze aber als ich dann endlich aus der Stadt raus bin ist das letzte stück bis zum Campingplatz dann doch sehr schön zu fahren!

Die Stadt Kylios selbst ist ein kleiner Ferienort direkt am Meer mit vielen Restaurants und Kaffees, eigentlich recht schön aber nichts besonderes finde ich. Nur die etwas vorgelagerte Steilküste fand ich sehr schön, für die musste man auch keinen Eintritt zahlen wie an den anderen Stränden. Das Wetter war auch nicht gerade zum Baden geeignet und so habe ich einfach nur den Strand besichtigt und vorher allerdings wieder einmal Pflege und Wartung an Ausrüstung und Motorrad betrieben. Insgesamt bleibe ich 3 Tage hier.

Am Nachmittag des dritten Tages kam dann Hubert mit seinr „Dicken“ an, er hatte eine Nachtschicht eingelegt und war ziemlich fertig.  Er hat auch wieder ein neues Zelt dabei, im Gegensatz zu seinem ersten ist das ein richtiger Palast!

Morgen früh wollen wir dann weiter, Istambul will Besichtigt werden und Asien wartet auf uns! Ich hatte mir ein paar Tipps geholt wo denn Campen könnte. Auf der Kenndy Cadassy soll es da mehrere Plätze geben. Bis wir dort sind stehen wir schon mal fast zwei Stunden im Stau, wie die Tage zuvor, nur das es heute auch noch fast 35 Grad sind, wirklich brutal das ganze. Wir fahren die Kennedy Cadassy rauf und runter, es gibt tatsächlich mehrere Plätze, die sind allerdings alle betoniert und als Stellplatz für Wohnmobile geeignet und nichts für Zelt! Ich könnte aus der Haut fahren, auf Istambul hatte ich mich wirklich gefreut aber die Straße sind wir zwei mal rauf und runter gefahren und es war einfach nichts zu finden wo wir mit den Motorrädern und Zelt hätten bleiben können und ein Hostel habe ich mir jetzt auch nicht gerade ausgesucht. Ein paar Backpacker haben uns berichtet das sie auch gestern gerade noch eins gefunden hatten bei dem sie im Keller schlafen durften weil alles voll war! Ein Hotel kommt nicht in Frage und so befrage ich mal Navi ob es nicht einen Campingplatz in Istambul kennt, tatsächlich, einen gibt es wohl, ca. 28 km entfernt, also los! Dies 28 km waren die reinste Hölle! Mitten durch die Stadt, ein endloser Stau und zum Schluss sind wir in der Abenddämmerung über die Bosporus-Brücke gefahren!

Willkommen in Asien!

Langsam wird es Spät, Dunkel ist es schon, wir müssen einen Platz zum schlafen finden. Der Campingplatz ist nicht mehr weit und langsam wird auch der Verkehr weniger. Den Campingplatz gibt es natürlich nicht, ich glaube da könnten auch so 2-3 Wohnmobile im Hof parken aber nichts für uns, also weiter die Küstenstraße entlang, da wird schon etwas kommen, haben wir gedacht. Die ganze Gegend ist auch auf Tourismus ausgelegt, einige Hotels und Restaurants sind vorhanden aber kein Flecken wo wir Campen könnten. Lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns in einem kleine Kaffee nochmal ein wenig gestärkt und dann haben wir unsere erste Nacht unter einer Palme in Asien verbracht, direkt an der Ägäis, so hatte ich mir das allerdings nicht vorgestellt!

Die erste Nacht unter Palmen direkt am Meer!

Die erste Nacht unter Palmen direkt am Meer!

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